Der HR ist schon lustig

Schon vor einigen Tagen geisterte ein Fernsehteam hier durch den PC-Pool der Informatiker, um einen Beitrag für den HR zu drehen. Nun ist hier schon wieder eins unterwegs und sorgt für leichtes Schmunzeln: Für eine saubere Kamerafahrt kann man ja alternativ auch mal einen der hier sehr gemütlichen Bürostühle verwenden, wofür haben die denn Rollen drunter…?

Öffentlich-rechtliche Definition von Killerspielen

Bei YouTube gibt es ein nettes Video, das aufdeckt, wie intensiv sich die öffentlich-rechtlichen Sender mit Killerspielen auseinandersetzen. Verschiedene Spiele werden durcheinander geworfen, sowohl zeitlich als auch inhaltlich – das ist ja noch verständlich, auch ich kann, da ich sowas nicht spiele, nicht komplett alles auseinanderhalten, weiß aber, dass World of Warcraft sich dann doch dezent von CounterStrike unterscheidet -, ebenso werden absurdeste Behauptungen von Moderatoren und Talkgästen aufgedeckt und richtig gestellt. Für die zwar nicht mehr so aktuelle, aber doch nie abgeebbte Diskussion um Verbote ist das Video ein gutes Zeichen dafür, dass sich das Verbot schon wegen mangelnder Information besser nicht durchsetzen sollte. Etwas zu verbieten, das man nicht genau kennt, erinnert mich irgendwie an die Vorratsdatenspeicherung, wo sich die Verantwortlichen auch keine Gedanken über den Datenumfang, der da unnötig und niemals abgefragt auf Festplatten lagert, und den Aufwand bei dann möglicherweise doch erfolgenden Auswertungen gemacht haben.

Vergewaltigung führt zu Strafe – für das Opfer

Manchmal ist es echt unglaublich, was man im weltweiten Netz so findet. Spiegel Online, bislang schon immer gut bekannt für einwandfreie Berichterstattungen, berichtet von einem interessanten Gerichtsverfahren in Saudi-Arabien. Im März letzten Jahres habe eine damals 18 Jahre alte Frau mit einem ehemaligen Schulfreund im Auto gesessen, als noch zwei weitere (männliche) Freunde des Schulfreunds zustiegen. Zu viert ging es in ein abgelegenes Gebiet, wo drei Fremde die Frau und ihren Schulfreund vergewaltigten. Dass diese Täter bestraft werden, sieht sogar das saudi-arabische Rechtssystem vor. Aber auch die Frau kommt nicht ungeschoren davon: Sie stieg zu einem Mann ins Auto, mit dem sie nicht verheiratet ist – das gehört schon mal bestraft. Schließlich war sie, laut den Vergewaltigern, auch unzüchtig angezogen.

Es kommt noch besser: Ihr Anwalt, der gegen diese Strafe Berufung einlegte, wurde vom Verfahren ausgeschlossen, im gleichen Zug wurde die Strafe auf 200 Peitschenhiebe erhöht. Genial: Dass Vergewaltiger auch noch für eine Bestrafung des Opfers sorgen können, halte ich schon für verrückt genug. Aber dann noch die Nutzung eines Grundprinzips jeglicher Rechtsprechung unter erneute Strafe zu stellen, grenzt an größte Absurdität.

Aber dieser Tage gibt es weltweit ja eh nur verwunderliche Beispiele für Rechtsprechungen: Einerseits wird eine Lehrerin verleumdet, sie missbrauche den Name Mohammeds – es drohen Peitschenhiebe und eine Haftstrafe bis zu sechs Monaten, weil sie einen Teddy Mohammed nannte, so wie es die Mehrheit ihrer Grundschüler an einer englischen Privatschule in Khartum, Hauptstadt des Sudan, forderte -, in der Türkei liegt nach Monaten im Gefängnis endlich eine Zeugenaussage gegen den Inhaftierten vor, und in Großbritannien steht Privatsphäre durch Verschlüsslung unter Haftstrafe – wer dort in einem Strafverfahren das Passwort der verschlüsselten Festplatte seines beschlagnahmten Computers nicht nennen will, riskiert fünf Jahre hinter Gittern.

Und die (vermeintlich) freien Medien machen mit. So kam kurz nach dem Veröffentlichen dieses Beitrags die Meldung rein, dass YouTube den Zugang eines kritischen Bloggers gesperrt hat. Dieser hatte über mangelnde Menschenrechte in seinem Heimatland Ägypten berichtet.

Bald ist es soweit, dann wird sogar das Denken bestraft, wenns nicht der Meinung anderer entspricht…

Nachtrag von 16:45: Spiegel online berichtet nun, ein siebenjähriger Schüler aus der Klasse der angeklagten Lehrerin habe Partei für sie ergriffen, laut Seitentitel gar „die Schuld auf sich genommen“. Der Schüler heiße selbst Mohammed und habe so auch dem Bären den Namen geben wollen. Hoffen wir, dass die dortigen Behörden und Ankläger nicht auf schlechte Ideen kommen. Die Schule bleibe aus Angst vor fanatischen Angriffen bis Ende Januar geschlossen.

Zum Glück sind wir nicht mehr in der fünften Klasse

Wie unsere Tageszeitung heute berichtet , haben sich zum Vorlesetag am letzten Freitag auch ehemalige CWS-Lehrer eingefunden. Unter denen ist einer, den ich schon immer sehr mochte – Herr Brauer, ein toller Kunstlehrer, der immer gute Laune mit in den Klassenraum brachte und bei dem die Noten immer schöner waren als die von mir gemalten Bildchen (hey, fünfte Klasse, da wird noch nicht viel mehr gemacht als „Male ein historisches Autorennen durch die Usinger Altstadt mit Fineliner“) -, aber auch eine Lehrerin, die ich, je länger ich sie hatte, umso weniger mochte. Danke, Frau Dressler, für ein tolles Jahr mit übertriebenen Mobbingvorwürfen und wunderbarem Englischunterricht.

Kunde der T-Com müsste man sein…

…denn die Komiker reißen hier im ganzen Viertel zur Zeit die Bürgersteige auf und verlegen wohl neue Kabel für schnellere Internetzugänge. UnityMedia, Kabelnetzbetreiber hier in Hessen, steht auch mit einem Transporter neben einem aufgerissenen Gehweg. Alice hat ja kürzlich erst die Bremse in der Leitung losgelassen, sodass ich jetzt mit bis zu 6mb/s surfen kann – also bleib ich da, obwohl die es bislang nicht geschafft haben, mir die während des schiefgelaufenen Anschlussvorgangs entstandenen Handykosten zu erstatten. Größter Vorteil von Alice bleibt dann doch die fehlende Mindestvertragslaufzeit….

Und auch ohne superschnelles Internet gehen Wünsche in Erfüllung. Gestern abend überlegte ich noch, wo ich wohl am Wochenende mal ein leckeres Grillhähnchen herbekomme. Und was gabs heute in der Mensa…? Mal überlegen, was ich noch so gerne esse…